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Vorwärts in die Vergangenheit

Die geschlossene Ölpipeline in Russland führt uns mal wieder unsere Abhängigkeit von Energieimporten vor Augen. Diesmal hat es sogar die EU aufgeschreckt, ein Energiegipfel mußte her. Vieles was dort diskutiert wird hat Hand und Fuß, wie z.B. die Abkopplung des Rohr- und Leitungsnetzes von den Versorgungsunternehmen um Konkurrenz zu schaffen und Preise senken zu können. (Klar ist übrigens auch, das Frankreich und Deutschland da schon wieder blockieren: die einen, weil damit der Schutz der eigenen Wirtschaft vor ausländischer Konkurrenz abnimmt, die anderen weil sie die Auseinandersetzung mit der Energielobby fürchten)

Gänzlich rückwärts gewand ist aber die Diskussion um den Erhalt der Kernenergie in Deutschland. Wenn es der Sache dient wird in Politikerkreisen auch schonmal vor Fernsehkameras die Kernenergie zu den sauberen Energien gezählt. CO2-emmissionsarm ist sie ja vielleicht, aber sauber? Etwa so wie Sonne und Wind? Wohl kaum. Und billig soll sie überdies auch noch sein.

Das ist natürlich totaler polemischer Quatsch. Auch wenn Kernenergie unschädlich für unser Weltklima ist, so bleibt immer noch die Frage nach den Abfällen, die immer noch strahlen werden, wenn sich nach der Verfeuerung des letzten Liters Öl und der letzten Tonne Kohle das Klima ein paar tausend Jahre später wieder beruhigt haben wird. Wir wissen doch jetzt schon nicht wohin mit dem Atommüll. Und billig ist Atomstrom auch nicht, wenn man fairerweise alle Kosten einschließlich der enormen Kosten für die Polizeieinsätze bei den Transporten berücksichtigt.

Wo bleiben bei diesem Europagipfel die Visionen, zumindest mal als Diskussionsgrundlage?

Warum denkt man nicht mal über den großen konzertierten Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft nach? Mit Kollektorfarmen in Afrika? Das hätte gleich zwei Vorteile:

1. Man vermindert die Abhängigkeit von den unsicheren und krisengeschüttelten Ländern des mittleren Ostens und Russlands und streut das Risiko breiter.

2. Man macht endlich ernst und entwickelt diesen Kontinent. Diese Möglichkeit, durch unseren Hunger nach Energie auch dem afrikanischen Kontinent einen Zugang zum Weltmarkt zu eröffnen ist doch viel effizienter als alle Entwicklungshilfe. Ein entwickeltes Afrika erschließt uns nicht nur neue Absatzmärkte für unsere Handelsgüter sondern löst langfristig auch die absolut unmenschliche Flüchtlingssituation. Diesen Exodus, bei dem schon jetzt jedes Jahr mehr und mehr verzweifelte Menschen versuchen in unser Paradies Europa zu gelangen. In einem entwickelten Afrika haben die Menschen keinen Grund mehr ihre Heimat und ihre Familien zu verlassen.

Natürlich gilt es bei diesen Überlegungen auch die Nachteile zu berücksichtigen. So sind auch die meisten afrikanischen Länder alles andere als stabil und demokratisch gefestigt, aber ich bin sicher, das auch das eine Frage der Bildung und damit auch der finanziellen Ressourcen ist, die sich langfristig zusammen mit der wirtschaftlichen Entwicklung verbessert.

Ich denke das genügt als mein kleiner Beitrag zum großen EU-Energiegipfel. Auch wenn sich darüber noch viel, viel mehr schreiben ließe.

St. 

10.1.07 20:17
 


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